Menschen die anderen Menschen Zeit schenken wurden heute zum Frühstücken in die Remise eingeladen.Es gibt Geschenke die keine Währung besitzen. In der Vergangenheit konnte ich einmal die Woche einer älteren Dame 2 Stunden Zeit schenken.Zeit zu verschenken hört sich sehr kostbar an oder wertvoll, beides gleicht einem SCHATZ.Als ich vor 8 Jahren meinen Beruf an den Nagel hängen musste wollte ich ein Ehrenamt übernehmen. Mein Ziel war ganz klar vor Augen. Mit älteren Menschen konnte ich mich schon immer gut Kontakt aufnehmen und deshalb war das Generationennetzwerk genau die richtige Adresse.Das Büro dieser Organisation ist ein Anlaufpunkt u.a.für pflegende Angehörige, um dieser Personengruppe Zeit zu schenken versuchen sie die geeignete Person zu den Senioren zu finden. Diese Verbindung nennt man Vernetzung. Ich hatte 2 bzw 3 die letzte war ein wenig schwierig. Ich hatte ja schon ein wenig Routine, aber diese Dame hatte Probleme mit meiner positiven Ausstrahlung. Nach dem 3.Besuch trennten sich unsere Wege. Ich wünsche ihr alles Gute.Die ersten beiden Damen waren sehr herzlich und sie freuten sich jede Woche auf meinen Besuch.
Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Generation'
Schlagwort-Archive: Generation
Brauchen wir blaue Teppiche?
Die Generation der 1930er geborenen sind schon sehr einzigartig,meine Mutter ist dabei keine Ausnahme. Nach dem mein Vater 2005 verstorben ist,lebt sie nun mit Mr.+Mrs.Jones in einem Haushalt. Ich bin darüber sehr dankbar das sie noch so fit ist, aber das Zusammenleben kann schon sehr anstrengend sein. Bei ca 95qm haben wir manche Kompromisse in Punkto Einrichtung gemacht. Unsere Eigentumswohnung ist mit einem langen Flur gut aufgeteilt, ohne Teppiche kommen noch gefühlte 5qm dazu. Diese Sichtweise kann meine Mutter nicht unbedingt teilen aber diese blauen Teppiche sind genauso über wie die Deckchen auf dem Sofa. Na,ja denke wir was soll`s, schont ja die Fliesen .Jedes Wochenende ob Freitag oder Samstag wird die Wohnung grundgereinigt.Diese Woche musste meine Mutter zum entsetzten festellen das sich die Abschlussnaht des kleinen Teppichs auflöst.
- Meine Mutter:“ Wir müssen einen neuen Teppich kaufen, schau dir das bloß mal an!
- Mrs.Jones:“Wir kaufen keinen mehr!“
- Mutter: „Aber das geht doch nicht ohne Teppich?“
- Mrs.Jones: „Wieso wird doch nicht in deinem Personalausweis eingetragen!“
- Mutter: Aber ganz ohne….?
Vorbilder im Alltag
Im 21.Jahrhundert sind Sportler, Schauspieler oder Fotomodelle Vorbilder.Sich im Leben Ziele zu setzen ist sinnvoll, leider haben grosse Vorbilder einen Nachteil, sie stehen manchmal in einem zu grossen Rampenlicht! Die Sichtweise wird getrübt wenn Geld zum Hauptgrund der Vorbilder wird. Leider ist dies kein Einzelfall. Schaut doch in eure Nachbarschaft, dort können Vorbilder sein die eine starke grosse Persönlichkeit besitzen ohne im Rampenlicht zu stehen.Ich habe in meinem Umfeld ein sehr spezielles Vorbild gefunden. Mrs. Jones ist leidenschaftliche Frühschwimmerin,diese Leidenschaft teile ich mit ca. 6-8 Personen überwiegend Rentner. Der Kontakt ist bei vielen auf Small Talk reduziert.Die Ausnahmen sind sehr interessant. Ich kenne seinen richtigen Namen, gebe ihm aber den Spitznamen YODA weil er klein und trotzdem sehr zäh und drahtig ist. Er ist 87 Jahre alt und kommt 3mal in der Woche bei Wind + Wetter mit dem Fahrrad zum schwimmen. Durch eine Kriegsverletzung am Fuss ist sein Laufstil eingeschränkt. Geistig ist er voll fit. Wir sprechen regelmäßig und diese Gespräche beeindrucken mich jedesmal. Er ist gradlinig und sehr zielstrebig, dies ist in der Generation oft zu beobachten. Auf die Frage wie seine Frau mit seinem Frühschwimmer Rhythmus zurecht kommt, bekomme ich eine Antwort die einem Mitte 30er von den Lippen kommen würde.“ Meine Frau bleibt nachts länger auf und deshalb steht sie auch später auf. Ich finde diese nicht schlimm unser gemeinsamer Tag beginnt halt erst am Mittag.“
Nicht ohne Grund
Sie ist schon sehr speziell, die Frau die mich vor knapp 47 Jahren zur Welt gebracht hat. Erst nach dem Tod meines Vaters, konnte sie manchmal mitteilen, wie wichtig ich für sie bin. Durch meine zahlreichen Meditationserfahrungen habe ich gemerkt, gelernt diese Situation anzunehmen. Wenn Menschen sich unausgeglichen verhalten, dann hat es auch immer einen Hintergrund. Die Generation, die in den 1930er Jahren geboren sind, hatten eine schwierige Jugend. Ich habe beobachtet, dass diese Menschen in 2 Gruppen eingeteilt sind. Eine Gruppe erzählt gerne aus der Jugend und später Kriegs und Fluchtgeschichten die andere Gruppe schweigt. Ich erlebe es immer wieder, das diese Menschen keine Worte finden für das schreckliche was sie erlebt haben. Obwohl meine Mutter zu der 1. Gruppe gehört, wurde sie nicht nach Kriegsende gefragt, ob sie mit einem Psychiater sprechen möchte oder eine Selbsthilfe Gruppe gründen will. Heute werden alle Probleme mit Psychologen und Trauma Experten bewältigt. Die Vergangenheit hat gezeigt das Unfälle oder Opfer von Kriminelle Ereignisse durch professioneller Hilfe besser bewältigt werden können.Wir sollte alle Menschen mit Respekt begegnen, die Generation ab 1920 mit noch mehr Toleranz und Achtung!
Auf gute Nachbarschaft
Wenn ich an unsere Nachbarschaft denke, fällt mir 1.FC SCHALKE 04 – BORRUSSIA DORTMUND oder TRIOL – KÄRTNEN ein. Jahrelang durch die Generationen wird dafür gesorgt das Frieden ein Fremdwort bleibt. Wir respektieren und achten uns. Die Geschichte fing ungefähr vor 30 Jahren an. Mein Vater war damals das Opfer, seit dieser Zeit wurden die Grenzen abgesteckt! Mittlerweile bin ich die 2. Generation, wieso sollte ich Probleme mit diese Nachbarn haben. Es wäre einfach gewesen so zu denken.Ich belaste mich aber nicht mehr mit negativen Gedanken.In unserem Haus pflegen wir eine gute Nachbarschaft mit Respekt zum anders denken. Wenn ich jetzt November 2010 aus dem Küchenfenster über die Grenze schaue, denke ich nur: „Warum kann ich diese Nachbarn nicht leiden?“ Mir fällt es einfach nicht ein!