Das hätte ich nie geglaubt das reinigen eines Kühlschrankes eine “ART” Therapie für meine Mutter ist. Wenn ich Drehbuchautor wäre hätte ich es wahrscheinlich genau so geschrieben. Seit dem 23.03.12 ticken die Uhren bei uns in einen neuen Rhythmus und der lautet: Der Krebs ist wieder in unser Leben gekommen! Freitag morgen ging gar nichts mehr! Mir war sofort klar jetzt gehen wir turbulenten Zeiten entgegen. Um 10.30 Uhr hatten wir es schwarz auf weiss das CT brachte die Tatsache ans Licht! Ein Wirbel wurde weiter (Holzwurm) angefressen! Innerlich stellte ich gleich mein Programm um! Unsere Nachbarn waren schon eingeweiht und sie waren auch sehr bemüht um uns! Um die Schmerzen einzuschränken müssen die Medikamente umgestellt werden und wahrscheinlich noch eine Strahlentherapie! Nun ist Tag 4 und wir konnten durch die Umstellung die Schmerzen um 70% einschränken. Ich bzw. wir versuchen weiterhin einen normalen Alltag zu gestalten. Unser Ziel ist es durch die Therapie den “Holzwurm” zu stoppen und ich werde wenn wir einen neuen Rhythmus gefunden haben, wieder unsere Nachbarin betreuen. Momentan habe ich eine Auszeit von ca. 2 Wochen und die brauche ich auch! Meine Mutter ist eine starke Frau und ich hoffe und glaube das sie noch einmal all ihre Kraft mobilisieren kann!
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Zwischen den Welten
Es sind nur drei Schritte und ich bin in einer anderen Welt ! Nun sind schon drei Wochen vergangen und meiner Nachbarin geht es besser, es sind n u r 4% aber wir halten uns daran fest. Meine Mutter ist nun seit 5 Jahren ohne neuen Befund und meine Nachbarin hat keine Haare und braucht einen Rollator. Eine Etage zwei Krankheitsbilder! Manchmal fühle ich mich wie “Dienstmädchen” ohne Uniform. Seit der Betreuung sehe ich meine Mutter in einem anderen Licht und sie mich auch! Finde ich gut! Es sind von Mo – Fr nur ca 3-4 Stunden aber sie haben jetzt schon meine Leben verändert. Der Alltag wird noch mal neu bewertet! Das Update war sehr erfrischend und mich erfüllt es mit Dankbarkeit das ich helfen kann. Danke für eure Kommentare!
An IHRER Seite
Jeder kennt die alten Filme ! Der König oder Graf bekommt eine Nachricht, der Butler übergibt das Tablett und neigt dabei seinen Oberkörper nach vorne! Morgen beginnt die dritte Woche in der Betreuung meiner Nachbarin! Letzte Woche war ich die Begleitung in zwei verschiedenen Krankenhäuser ( Blutkonserve + Besprechung ) Vieles kenne ich natürlich von der “Betreuung” von meiner Mutter dennoch betrete ich Neuland. Betreuung heisst auch dienen, sich selbst zurück stellen. Es ist schon ein Unterschied zwischen Mutter und Nachbarin! Logisch! Routine und neue Aufgaben vermischen sich und meine innere Batterie wird mit neuen Eindrücken aufgeladen! Vergleiche die verschiedene Onkologische Stationen und kann meine Erfahrungen als ein grosse Hilfe für meine Nachbarin verbuchen. Dienen ist helfen! Betreuung ist helfen…
Wird schon wieder hell !
Fahre momentan durch eine dunkle Wolke. Unsere engste Nachbarin wurde gestern ein Gehirntumor entfernt. Sie hat die OP gut überstanden! Uns hat die Nachricht ziemlich “angefressen” . Sie ist nicht nur eine Nachbarin, sie gehört quasi zur Familie. Es gibt halt helle + dunkle Tage. Gestern war ein dunkler Tag. Als ich heute morgen zum Aquajogging fuhr, stellte ich fest das gestern unser Hochzeitstag war !!!!!!! Zum ersten mal vergessen ! Na, ja egal haben sowieso 2 Hochzeitstage. Februar standesamtlich ! August kirchlich ! Wir sind wirklich Urlaubsreif ! Ach, ja heute wird ” ER” 75 !
Vergessen und neu organisiert.
Am 10.Mai 1996 war ich Brautführern.Die Braut von 1996 habe ich beim Konfirmation Kaffee getroffen. Sie sagte mir direkt das die Veilchenhochzeit hätten. Gestern hatte mein Patenkind Prüfung, da waren meine Gedanken bei ihm. Heute morgen telefonierte ich um das genaue Datum zu erfahren. Es war der 10.Mai !!! Ja, Super! Der Kontakt zu dem Veilchenbrautpaar ist nicht mehr so intensiv. Ich glaube sie hat es schon abgehackt und ich sollte es auch tun. Nicht jede Freundschaft hält! O.K. aber diesmal verhält es sich etwas anders. Das Paar wohnt in der Nachbarschaft und sie war meine Arbeitskollegin. Sie sind nett wir hatten immer viel Spass dennoch funkte es nicht mehr. Heute Abend telefoniere ich mit den anderen Brautführer Paaren. Ich wußte das Datum nicht trotzdem wollte ich die Bilder sehen. Suchte und finde eine Tasche mit Foto´s. Bin nicht unbedingt ein Foto-Album Sammler. Für mich können sie in einem Karton sein, herausnehmen und über alte Zeiten reden. Nachdem ich die Bilder in meinen Händen hatte stellte ich fest, jetzt brauchen wir einen schönen Karton oder Schachtel. Termin vergessen aber Erinnerungen aktiviert.
Erwischt!
Bin hilfsbereit,denke an die Pfadfinder,jeden Tag eine gute Tat usw. usw. Ihr denkt jetzt: Kein Mensch ist vollkommen und dazu gehört auch Mrs. Jones! Ihr habt ja recht ! Ich fand es trotzdem sehr interessant wie ich mein Verhalten heute Morgen selbst im Spiegel gesehen habe.
Einmal im Monat wird Papier etc. durch einem Tonnensystem abgeholt. Da standen sie nun, jedes Haus kann bis zu 6 Tonnen an die Strasse stellen. Ich warte nun auf meine Freundin, einmal die Woche später zum Aquajogging, sehe diese blauen Tonnen vom Nachbarhaus. 6 Tonnen + Pappe hochkant daneben gestellt. Der erste Gedanke: „ Typisch waren mal wieder zu faul die Pappe klein zu schneiden bzw,zu reissen. Bleibt mit Sicherheit liegen, ist ja auch kein Wunder.“ DANN STOPP ! Sehe mich selber und denke: Warum kannst du dich nicht freuen wenn alles mitgenommen wird?
Ich stand nur 60 Sekunden an der Strasse um mein Spiegelbild zu sehen brauchte ich 6 Jahre.