INSIDE 7 am Mittwoch

  • ABSTAND…ist wichtig um die richtige Sichtweise nicht zu verlieren!
  • HOFFNUNG…dürfen wir nie verlieren auch wenn es noch so dunkel ist!
  • VERTRAUEN…ist besonders wichtig in der Partnerschaft!
  • RESPEKT… wir  bei  keinem  Menschen verlieren!
  • ZIELE…sollte  jeder  haben, sie geben Kraft  und  Zuversicht!
  • GLÜCK…liegt  nicht  im  Autohaus!
  • STOLZ…ist ein schlechter  Ratgeber!
  • DIES   IST  EIN  PROJEKT  VON
  • A-wie annelie

Notizen eines Angehörigen 2.111

Es sind 4 Wochen vergangen und ich sitze warte und hoffe das die Infusion für meine Mutter ihr Leben noch mehr Perspektiven gibt.
Normalerweise ist es ein Zeitfenster von ca. 4 Stunden.1 Stunde Fahrt und Wartezeit. 90 Minuten Infusion. Zum Schluß Mittagessen. Im Rhythmus von 3 Monaten kommen noch mal 2 Stunden dazu um ein Knochenszintigramm durchzuführen. Heute ist wieder mal das 6 Stunden Programm.Na, ja mittlerweile weiss ich die Wartezeit zu nutzen. Mrs. Jones ist eine Wasserratte.Sie schaut leidenschaftlich gerne Filme und besitzt genauso viel Phantasie wie Amelie, deshalb wird jeder Augenblick zu einer Geschichte.Menschen zu beobachten ist so vielfältig wie ein Lexikon. Sitzt Mrs. Jones in einem Cafe ist die Perspektive eher locker. In einer Onkologischen Wartezimmer/Praxis spielen sich innerliche Dramen ab.Ich habe für mich eine Studie angelegt. TYP: Weiblich Jahrgang 1930er Jahre. Diese Generation zeigt sehr viel Geduld und verhalten sich ruhig.Dauert die Krankheit schon einige Jahre werden schon mal Erfahrungen ausgetauscht. TYP: Männlich Jahrgang 1930er zeigen auch viel Geduld sind aber sehr schweigsam und sitzten die Sache aus. TYP: Weiblich/Männlich Jahrgang 1940/50er Jahrgang berichten eher offen über ihre Probleme und tauschen sich untereinander aus. Warte ich an der Rezeption um einen neuen Termin zu bekommen oder ein Rezept abzuholen, kann ich auch sehr schnell feststellen wie die Patienten/Angehörigen auf Wartezeit reagieren. Ist die Diagnose noch sehr neu und die Therapie hat noch nicht begonnen, dann sind die Gesichter von Angst gezeichnet.“ Alte Hasen“ entwickeln ein neues innerliches Gleichgewicht und die Geduld längere Wartezeiten zu ertragen.Dieses sind meine persönlichen Beobachtungen und der Respekt für diese Menschen. Ärgert ihr euch über die Pfandflaschen die der Partner vergessen hat,dann schliesst eure Augen und denkt an diesen Blog Beitrag.

Nicht ohne Grund

Sie ist schon sehr speziell, die Frau die mich vor knapp 47 Jahren zur Welt gebracht hat. Erst nach dem Tod meines Vaters, konnte sie manchmal mitteilen, wie wichtig ich für sie bin. Durch meine zahlreichen Meditationserfahrungen habe ich gemerkt, gelernt diese Situation anzunehmen. Wenn Menschen sich unausgeglichen verhalten, dann hat es auch immer einen Hintergrund. Die Generation, die in den 1930er Jahren geboren sind, hatten eine schwierige Jugend. Ich habe beobachtet, dass diese Menschen in 2 Gruppen eingeteilt sind. Eine Gruppe erzählt gerne aus der Jugend und später Kriegs und Fluchtgeschichten die andere Gruppe schweigt. Ich erlebe es immer wieder, das diese Menschen keine Worte finden für das schreckliche was sie erlebt haben. Obwohl meine Mutter zu der 1. Gruppe gehört, wurde sie nicht nach Kriegsende gefragt, ob sie mit einem Psychiater sprechen möchte oder eine Selbsthilfe Gruppe gründen will. Heute werden alle Probleme mit Psychologen und Trauma Experten bewältigt. Die Vergangenheit hat gezeigt das Unfälle oder Opfer von Kriminelle Ereignisse durch professioneller Hilfe besser bewältigt werden können.Wir sollte alle Menschen mit Respekt begegnen, die Generation ab 1920 mit noch mehr Toleranz und Achtung!

Auf gute Nachbarschaft

Wenn ich an unsere Nachbarschaft denke, fällt mir 1.FC SCHALKE 04 – BORRUSSIA DORTMUND oder TRIOL – KÄRTNEN ein. Jahrelang durch die Generationen wird dafür gesorgt das Frieden ein Fremdwort bleibt. Wir respektieren und achten uns. Die Geschichte fing ungefähr vor 30 Jahren an. Mein Vater war damals das Opfer, seit dieser Zeit wurden die Grenzen abgesteckt! Mittlerweile bin ich die 2. Generation, wieso sollte ich Probleme mit diese Nachbarn haben. Es wäre einfach gewesen so zu denken.Ich belaste mich aber nicht mehr mit negativen Gedanken.In unserem Haus pflegen wir eine gute Nachbarschaft mit Respekt zum anders denken. Wenn ich jetzt November 2010 aus dem Küchenfenster über die Grenze schaue, denke ich nur: „Warum kann ich diese Nachbarn nicht leiden?“ Mir fällt es einfach nicht ein!

Der Abstand bleibt

Das interessante am Leben ist, wenn ich zurückschaue, das ich immer wieder einen roten Fahne sehe. In diesem Fall ist mein Bruder der Faden. Das Verhältnis zu ihm war schon immer abenteuerlich. Als wir Kinder waren und es hat sich verschlechtert, als er geheiratet hat. Immer auf Distanz wurde ich jahrelang als nicht vollwertige Schwester akzeptiert. Dann 2008 trennten er sich von seiner Frau. 2009 war das Jahr der Wahrheiten. Vieles kam ans Tageslicht. Es hatte einen Tsunami Charakter. Mittlerweile 2010 sind die Wellen glatt bis auf einen Strudel. Mr. Jones und mein Bruder haben sich so gestritten das jetzt Funkstille ist. Beide haben es versucht der Familie wegen. Beide haben 50/50 Schuld an der Situation. Beide wollen kein Kontakt mehr. Der Vorteil von diesem Tsunami Jahr ist, in unsere Ehe ist noch mehr Respekt und Achtung gekommen. Mein Bruder weiß jetzt das seine kleine Schwester viele Qualitäten hat. Der Alltag hat uns wieder eingeholt aber auf Distanz.